BERICHT: Die Auswirkungen von KI auf LGBTIQ+-Personen
Forbidden Colours veröffentlicht einen Bericht mit dem Titel „Die Auswirkungen von KI auf LGBTIQ+-Personen: Von Diskriminierung zu Desinformation.“, verfasst von den Forscherinnen Megan Thomas und Meredith Veit.
Diese umfassende Studie enthüllt die vielfältigen Wege, auf denen Technologien der Künstlichen Intelligenz (KI) zur Verbreitung von Fehlinformationen und Diskriminierung gegen LGBTIQ+-Gemeinschaften beitragen, und unterstreicht die dringende Notwendigkeit eines rechtebasierten Ansatzes bei der Regulierung und Entwicklung von KI.
Der Bericht befasst sich mit dem Phänomen der Manipulation und Einmischung ausländischer Informationen (FIMI) und betont den strategischen Einsatz von Fehl- und Desinformation durch ausländische Akteure, um soziale Spaltungen zu verschärfen und Hass gegen LGBTIQ+-Personen zu schüren. Mit der Fähigkeit der KI, Inhalte schnell zu generieren und zu verbreiten, haben die Risiken, dass voreingenommene und schädliche Informationen ein großes Publikum erreichen, erheblich zugenommen, was eine direkte Bedrohung für die Sicherheit und Rechte von LGBTIQ+-Personen darstellt.
Zu den wichtigsten Erkenntnissen des Berichts gehören die Verschärfung von Vorurteilen gegenüber marginalisierten Gruppen durch KI-Algorithmen, die Verbreitung schädlicher Stereotypen und der Einsatz von KI bei der Erstellung und Verbreitung von Anti-LGBTIQ+-Narrativen. Insbesondere zitiert der Bericht Fälle, in denen KI-generierte Ratschläge LGBTIQ+-Themen gefährlich falsch dargestellt haben, wie die kontroverse Aussage des Google Bard KI-Chatbots zur Konversionstherapie.
Über die Autorinnen:
Megan Thomas ist Forscherin im Bereich Menschenrechtsaktivismus mit Spezialisierung auf Geschlechterrechte und queeren Aktivismus. Sie konzentriert sich darauf, verschiedene Stimmen und Gruppen durch Interviews, qualitative Forschung und die Überbrückung der Kluft zwischen Widerstand und Veränderung zu stärken. Megan absolvierte ein Studium der französischen Literatur an der Sorbonne Universitäten, der Menschenrechte und Demokratisierung am Global Campus of Human Rights und der Internationalen Verbrechen, Konflikte und Kriminologie an der VU Universität in Amsterdam, wo sie ihre Abschlussarbeit über Schutzmaßnahmen für Menschenrechtsverteidiger in der östlichen Demokratischen Republik Kongo schrieb.
Merediths Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Wirtschaft, Menschenrechten und Technologie, mit besonderem Fokus auf gefährdete Gruppen. Sie ist Journalistin aus Berufung und hat an verschiedenen Projekten zum Schutz von Menschenrechtsverteidigern, Journalisten, Migrantenrechten und Kinderrechten im digitalen Zeitalter gearbeitet. Sie ist spezialisiert auf Faktenfindung, trauma-informierte und geschlechtergerechte Interviews sowie Projektmanagement. Meredith besitzt einen Master-Abschluss in Menschenrechten und Demokratisierung vom Global Campus of Human Rights und einen Bachelor-Abschluss in Kommunikation und öffentlicher Kultur von der George Washington University.