Unterstützung für EuroPride in Serbien

EuroPride wird nicht abgesagt.

Der serbische Präsident Vučić hat zum Verbot der EuroPride in Belgrad aufgerufen. Die EuroPride ist eine paneuropäische Veranstaltung zur Feier der LGBTIQ+-Gemeinschaft, die alle zwei Jahre in einer anderen europäischen Stadt stattfindet.
Rémy Bonny von Forbidden Colours: „Ich fahre nächsten Monat nach Belgrad – komme, was wolle.“

Der pro-russische Präsident ist ein ausgesprochener Befürworter rechtsextremer Anti-LGBTIQ+-Initiativen. Auch auf internationaler Ebene hat Vučić beispielsweise an mehreren von der ungarischen Regierung organisierten Anti-LGBTIQ+-Konferenzen teilgenommen. Dies geschieht trotz des EU-Kandidatenstatus Serbiens und des offiziellen Unterstützungsschreibens der serbischen Premierministerin Ana Brnabić aus dem Jahr 2019 für die Organisation der EuroPride.

In den letzten Wochen wurden die Spannungen auf dem Balkan (insbesondere zwischen Serbien und dem Kosovo) durch russische Desinformationskampagnen angeheizt. Die rechtsextremen Gruppen, die gegen die Organisation der EuroPride kämpfen, sind ebenfalls bekanntermaßen vom Kreml unterstützt.

Das Verbot der Pride in Serbien wurde bereits viermal als verfassungswidrig eingestuft. Es steht nicht im Einklang mit den Bestrebungen des serbischen Volkes, der Europäischen Union beizutreten. Das Verbot der EuroPride wird Serbien in seinen Verhandlungen mit der EU zurückwerfen.

In Kriegszeiten sollte keine europäische Nation den Desinformationskampagnen der russischen Aggressoren zum Opfer fallen. Es ist an der Zeit zu zeigen, was europäische Werte wirklich sind: Menschenrechte, Demokratie und Gleichheit. Ich werde nach Belgrad fahren, um Pride zu feiern – komme, was wolle.

Rémy Bonny, Geschäftsführer von Forbidden Colours.